"2000 Jahre Varusschlacht"         

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Institut für Germanische Geschichte und Sprachforschung

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Kalkriese und weitere Fundorte  

Kalkriese, ein kleiner Ort an der römischen Flanke!

Was die Kalkriesen übersahen und nicht sehen wollten

  Die hier im „ite“ unter Bücher (Bd. II b Seite 5 unten) dargestellten „Germanischen Quellen“ vermögen mittlerweile eine Reihe vorliegender Fundorte zu bestätigen, bzw. diese zu definieren und auf sie zu weisen. An welcher Stelle bereits auf dieser Quellenbasis gestützt weitere Funde zustande kamen, kann hier nicht abschließend beantwortet werden. Sollten derartige Funde bereits hier oder dort vorliegen, so wären nähere Hinweise darum wünschenswert.

Gleicher Aufruf gilt jenen Freunden der germanischen Kultur, die in den Nähen dieser Orte leben oder lebten und die unserem Institut Hinweise geben können, die ansonsten im schlimmsten Falle verloren gingen oder keinen, bzw. verzögerten Einfluß in diese Untersuchungen fänden.

  (Dazu „DIE WELT“ vom 6. Dez. 2002:
„Die Germanenfreunde sind nicht mehr“

„Die Archäologie ist eine eher gemächliche Wissenschaft. Zwölf Jahre sind … vergangen – jetzt endlich hat die Vor- und Frühgeschichte ihre wichtigsten Ergebnisse zustande gebracht. 27 Jahre gar liegt die letzte Leistungsschau … „Ausgrabungen in Deutschland 1950-1975“ zurück. …

Zugleich markiert die Schau das längst überfällige Heraustreten dieser Disziplin aus dem Schatten der doppelten politischen Instrumentalisierung im 20. Jahrhundert.“

Was Sven Felix Kellerhoff in seinem Artikel richtig anmerkt findet jedoch eine weitere, nicht zu unterschätzende Instrumentalisierung, die wir als den Geist der 68er ausmachen müssen.

Dieser ideologisch gefaßte Selbstzerstörungswille, der aus dem Slogan:

„Macht kaputt, was Euch kaputt macht!“

resultiert, dieser Slogan, einer zunächst gedachten kulturellen Befreiung, entpuppt sich nun bereits seit Jahren als Bumerang gegen die Tradition unseres Volkes und hier speziell gegen die Geschichte unserer germanischen Vorfahren.

  Doch zunächst soll jenen an dem Thema Interessierten verdeutlicht werden, was sie nicht an anderer Stelle erfahren können und in den nächsten 25 Jahren nicht erwarten dürfen.

Die „germanischen Quellen“ zeigen Zusammenhänge auf, die mehr als Einblicke in den germanischen Widerstand gegen den Terror von Seiten Roms ermöglichen und die Langsamkeit der mit dem Thema von berufswegen Betrauten unterstreicht!

Nach Theodor Mommsen und Dieter Timpe (1970 Arminius-Studien) hatte sich gut 30 (100) Jahre nichts Gewinnendes ereignet. Und auch die einzelnen Materialfunde haben daran nichts geändert.

Horst Callies1: „Die Grundgegebenheiten der griechisch – römischen Nachrichten (hier auf die “clades variana“ bezogen) bleiben. … ,während aus dem engeren Bereich der Wissenschaften zu diesem speziellen Thema heute kaum Neueres vorliegt bzw. der wichtigste wissenschaftliche Beitrag von Dieter Timpe eher ignoriert wird.“

Als ein (von Dieter Timpe und Kleinigkeiten abgesehen) hundertjähriger Dornröschenschlaf der dt. Wissenschaften, mit allen damit verbundenen Entgleisungen und Übel für unsere Gesellschaft, stellt sich uns die Situation.

Aus dieser „Not“ erwuchs der 68er Ansatz (des Selbsthasses), sowohl das Germanen-, wie das Römerbild neu zu zeichnen. Es kam, wie das Museum von Kalkriese in (s)einem „Bullauge“ des Außenbereiches selbst beschreibt zu einer Umkehrung der Verhältnisse.

„Der Pavillon des Sehens“ (in Kalkriese)

„…

            ein verkehrter Ort?

                        Wenn ja, für wen?

Eine Frage der Perspektive*!“

  (* Zu Perspektive: Es gibt Dinge, die sind perspektivlos! In diesem Sinne ist es nicht nur dieser Satz!)

  Römische Mörderbanden wurden zu Kulturträgern und Geschändeten

Und:

Die Geschändeten Verteidiger ihrer Freiheit wurden zu dummen Kulturverweigerern!

  Die ideologischen Aussagen einzelner „Wissenschaftler“ stellen einen „neuen“ Schlag gegen die dt. Wissenschaften dar!

Pisa erreicht die deutsche Wissenschaft

Nicht zuletzt damit werden all jene vor Ideologie triefenden Aussagen sowohl Letztgenannter, wie jene aus der „Himmlerzeit“ (1933 bis 1945), in ihrer Beschränktheit erkennbar.

Dieser {asafoetide} oder Teufelsdreck wurde in jüngster Zeit selbst von Medien- und Wirtschaftsvertretern übernommen und unterstützt, weil ihr Vertrauen in die „moderne Wissenschaft“ ausgenutzt wurde.

  Doch die „Germanischen Quellen“, die von den Ideologen der dritten instrumentalisierenden Kraft  (68er) geleugnet und abgelehnt werden, diese Quellen sprechen selbstredend zu uns und rücken dieses Bild trotz aller Widerstände von dieser Seite zurecht.

  Die Grundlagen dieser Vorstellungen wurden erstmals bereits 2001, als die die römische Lo(h)gistik und ihre germanische Benennung (Bd. I) und bereits im Folgejahr, sowohl auf der Leipziger- als auch auf der Frankfurter Buchmesse (mit dem ergänzenden Bd. II und seinem Kartenwerk) vorgestellt.

Die unten folgenden Bereiche wurden dabei bereits zum Teil berücksichtigt und vorgestellt, oder fügen sich nahtlos in diese Gesamtsicht, hier im „ite“ ein!

  Doch nun zu den wichtigeren Zusammenhängen und Vorstellungen, zumal die fähnchenhafte Anpassungsfähigkeit gerade der archäologischen Wissenschaft ihr erklärtes Ziel ist (wenn sie, wie häufig, Unrecht hat)!

 

Das römische Kriegskastell Aliso (ff. Bd. I)

Dieses Kastell „lag“ auf dem „Finkenberg zu Ennigerloh“.

Vier Steinfundamente von Türmen aus der Zeit des Germanicus (13 bis 16 n. Chr.) waren vor ca. fünf Jahren in Systematik auszumachen (darunter das Osttor in zwei Turmfragmenten). Mittlerweile sind diese im Wesentlichen zerpflügt und wahrscheinlich kaum noch vorhanden.

Die mit dem Thema betrauten „Fachleute“ der Archäologie wiesen noch vor fünf Jahren einen Steinturmfund als unmöglich weit von sich und gingen auch diesen Hinweisen nicht nach.

Nach „Waldgirmes“ hat sich wahrscheinlich dieser Standpunkt verändert, was nicht bedeutet, das sich die Archäologen verändert hätten.

Der in der Nähe fließende „Hell-bach“ von „Vorhelm“ bedeutet uns den römisch genannten „Fluß“ „helison“. Dieser bezeichnende Eigenname liest sich aus dem Sächsischen als: „Hel is on!“ (“Hier beginnt Euer Schicksal!“). Nach den Regeln der „Lex Hare“ abgeleitet läßt sich analog auch das Kastell „Aliso“ bedeuten.

Das Kastell war von den sächsisch sprechenden Germanen als: „All is o!“ („Alles ist erstaunlich!“) verstanden und genannt worden (siehe im „ite“ unter „Lex Hare“).

 

Römerlager-Kastell bei Aken an der Elbe

Gefunden von Bernd Willing Mitteldeutsche Zeitung vom 05.07.2005:

 Skatkarten im Elbeschlamm / Vor 2000 Jahren lagerte der röm. Heerführer Tiberius am Fluß“

  Die hier im „ite“ unter „Waldgirmes“ vorgestellte Gesamtlogistik der römischen „Finken-Orte“ (Erstvorstellung auf der Leipziger Buchmesse 2002) findet damit eine nicht hoch genug einzustufende Bestätigung.

Willing: „Links ist alles voller Scherben.“ Rechts sei nie etwas gefunden worden. Die folgenden Aussagen an dieser Stelle: Tiberius habe den Angriff seiner Abteilungen gegen Marbod für das Jahr 6 von hier aus geplant, sind folgerichtig. und wi(e)dersprechen der bisher allgemein gedachten Aufmarschlinie vom Rhein über Marktbreit/Main.

Im besagten Bd. II Karte 1 und 3 ist dieser Standort (Aken und Marktbreit) bereits vermerkt und eingetragen.

 

Die Römerstadt „Waldgirmes“

Zunächst stellt der reine Standort dieser Römerstadt für die mit diesem Geschichtsfeld Betrauten eine mehrfach zentrale Bedeutung. Der bisher eingeschränkte und mit allen Mitteln verteidigte archäologische Horizont der Forschungen wird auf einen neuen Stand und damit alles bisher von dieser Seite Gedachte, um die römische Expansion, außer Kraft gesetzt.

Doch ganz abgesehen von der archäologischen Sensation dieses Fundes und seiner mit ihm ausgelösten konzeptionslosen Hoffnungen der wild Grabenden, siehe dazu auch Kalkriese, stellt sich die damit bestätigte Zentrallogistik der Römer als überaus bedeutsam und gewinnend heraus (siehe „ite“ Waldgirmes).

Ebenfalls von größter Bedeutung sind die analogen Namenszusammenhänge des Nahraumes um „Waldgirmes“. Eine Reihe von Namengebungen benennen die Umstände des „Unterganges“ dieses römischen Ortes.

Der Untergang von Waldgirmes des Jahres 4 n. Chr. war die direkte Folge des „Großen Krieges“ (2 – 4 n. Chr. unter Ahenobarbus), also der römischen Expansionsversuche gegen die Oder (Bd. II; K.1)!

 

„Hedemünden“

www.3sat.de/nano/news/64722/ - 19k

Die an diesem Ort vorliegenden Römerlager (vier an der Zahl) stellen sich noch heute als „Hede“-, Heiden-Ort, Ort der Heiden, der fremden Völker vor. Der Heidenbegriff ist eine jener germanischen Namennennungen, die den Römern galt und die sich als Hinweistradition der Römerpräsenz in germanischen Gebieten, als „Germanische Quelle“ zeigen. Auch dieser Ort bindet sich in die römische Logistik in bereits beschriebener analoger Weise ein (siehe: „ite“ „Waldgirmes“).

Das gilt sowohl für die Abstände zu den „benachbarten“ Kastellen und Hauptstandorten, wie für die hier an der Werra vorliegende Flußanbindung zunächst auf „Corvey“, „Oeynhausen“ und „Verden“ (a. d. Aller).

Nördlich von „Lohfelden“ (Bd. II; Karte 1 - H 8) an der Werra, ist der Standort auf „Aken“ (an der Elbe), sowie auf „Haltern“ (an der Lippe), den beiden römischen Hauptlagern, in etwa mittig plaziert und als „Trier-Waldgirmes-Dist“ (TWD) meßbar. Er verfügte gleich „Aliso“ (G – 5; VII, 7) über einen eigenen Reiterstandort (H – 8; 12).

An anderer Stelle weise ich auf analoge Lagersituationen hin, die mit Fluranalogien, Wallungen und anderen Übereinstimmungen aufwarten.

Der „Paffenberg“ von „Hedemünden“ findet sich zu Borgholzhausen „Pfaffenkammer“, „Heidhorst“.

Und Kriegslager des Germanicus aus dem Jahre 16 lassen sich darum ebenfalls näher bedeuten.

„Heithaus“ bei „Heiligenloh“

Das Lager des Germanicus (15 n. Chr.) vor dem 1. Lager des Varus

  Nach der Überquerung der „Hunte“ (Hund) bei „Goldenstedt“ schlug Germanicus in „Heithaus“ sein Lager auf, um an die stellen des Untergangs „Mahlstedt“ („Wildeshausen“) zu gelangen. (Bd.I)

In „Aldorf“, an der Südflanke des Lagerraumes lag das eigenständige Reiterlager nicht allzu weit vor den Fußtruppen.

 

„Im Heidort“ (vor dem Ausgrabungsort)

Warum Kalkriese so wenige Namen trägt

  Das letzte Lager des Germanicus nach dem Marsch über die Todeszone des Varus auf  den Kalkriesen fand in diesem Ort seine Bezeichnung.

Im Jahre 15 lag an dieser Stelle der Troß der Römer, um die Freikämpfung des Höhenweges über „Hollenbecke“ auf „Dornberg“ abzuwarten.

Unter Einsatz der römischen Fernwaffen war der Gewinn der Höhe über „Hollenbecke“ nicht zu verhindern. Der römische Troß war auf dieser Route nicht zu gefährden, zumal Flankenangriffe unmöglich waren (Höhenweg).

Auf die „Barenaue“ wurden nur schwache Flankenangriffe geführt, um auch an dieser Stelle germanische Einheiten zu binden.

Bekanntlich beißen die Letzten die Hunde. Gleiches geschah im Ausgrabungsbereich. Die an diese Stelle Abkommandierten waren in einer relativ isolierten Lage und erlitten ebenfalls hohe Verluste.

  Römischer Hauptangriff und Troßweg über: „Düsterberg“,  „Hollenbecke“, „Tüting“, „Bruning“, „Dornberg“, auf „Engter“.

  Anmerkung: Nicht überall wo „Heiden“ draufsteht sind auch Heiden drin!

  (P. S. Man stelle sich einmal einen römischen Hauptangriff auf die von den Archäologen geflochtenen „Wehren“ und aufgeschütteten Erdhaufen, wie im Museumspark zu sehen, vor.

Die Römer hatten zu diesem Zeitpunkt unter anderem Karthago, Alexandria oder Jerusalem erobert!)

Deshalb siehe unter „ite“ „Lex Hare“: Zum Begriff der Barrikade

 

„Kalkriese“                                                               

oder: Wie ein Gedanke das Wort übersprang und Gestalt wurde

Der um diesen Standort gemachte Zauber ist ein in mehrfacher Hinsicht nicht hinzunehmender Affront gegenüber der Geschichte von vor 2000 Jahren und der „Politik“ von heute. Dabei muß dem Begriff „Politik“ besonderes Augenmerk geschenkt werden. Denn sowohl die Politiker, als auch die Vertreter der Wirtschaft haben den mit der „Wissenschaft“ Betrauten mehr Vertrauen entgegengebracht als diese es offenbar verdienten. Auch hier darf noch gelernt werden.

(DER SPIEGEL Nr. 11 2004: „Infolge der vielen Fördergelder sei in Kalkriese „ein Zwang zur frühen Eindeutigkeit“ entstanden.“

Wir lesen also, daß das Geld die Ergebnisse bestimmt und offenbar nicht die wissenschaftliche Kompetenz!

Geld verwissenschaft die Welt?

Da die politische oder wirtschaftliche Meinung (an solcher Stelle) außerhalb jeder Interessensfrage steht, geht der Vorwurf direkt an die für diese Veranstaltung Verantwortlichen zurück. Jene können nur ausschließlich um ihrer eigenen Vorteilsnahme Willen die Ergebnisse, bzw. deren Interpretation, nicht nach wissenschaftlichen Kriterien ermittelt haben. Denn, - die Frage entsteht sogleich: Was ist das für eine Wissenschaft, die nach einigen speziellen Fragen ihre Behauptungen und ihre gesamte Konzeption revidieren muß?

Und damit wären wir beim positiven der germanischen Vermusung („Thusneldas Beste“ Marmelade und „Harter Hermann“ Würstchen) angelangt. „Kalkriese“ vollzog für viele unbemerkt eine Kehrtwende aus seiner ideologischen Götterdämmerung. Das dieser Versuch lobenswert ist scheint man zu erhoffen. Ausreichend ist er nicht! Vielleicht lohnt die Zeit einmal die Achterbahnfahrt der Anschauungen letzter 30 Jahre zu erarbeiten. Im Moment liegt die Arbeit,-  abgesehen von den fellows, zu hoch um in diesen Sumpf hinabzusteigen.

Deshalb zu den Leistungen der Kalkriesen, die selbstverständlich an dieser Stelle ihren Ausdruck finden soll:

  Der Ort „Kalkriese“ ist durch die vielen an dieser Stelle vorgenommenen Aktionen und „Ergebnisse“ zu einer internationalen Wahrnehmung und Berühmtheit gelang. Ein bisher kaum gekannter Ort, stellt sich stellvertretend für ähnliche Kampf- und Kriegsverhältnisse, zunächst {Westphalians} vor. In der „Barenaue“ findet der vor ca. 2000 Jahren stattgefundene Freiheitskrieg der Germanen eine Nennung und damit auch seine germanisch gewürdigte Dokumentation.

Der „Bar“-Begriff:  sächs. = angespitzter Pfahl, benennt die Beweggründe dieses Ortes der Abwehr.

Im Jahre 15 n. Chr. zog Germanicus (Statthalter Germaniens von 13 bis 16) zum ersten Mal (von Ost nach West; im Jahre 16 von West nach Ost) durch diese „Pforte“.

Er kam im Jahre 15 von den Schlachtfeldern des Varus (zwischen Wildeshausen und Rahden) und mußte zurück auf seinen Stapelplatz von „Lathen“ (Meppen). Die germanischen Verteidiger hatten erneut die vorausschauenden Möglichkeiten der Planungen um die Orte der günstigsten Verteidigung. Dazu gehörte auch die Enge der „Barenaue“.

Mit ca. 50.000 Einheiten, Pferden und Wagen zwängten sich die Römer durch dieses "Nadelöhr", das von den Ausgräbern mit großem Aufwand nachgestellt wurde. In der von den marschierenden Füßen durchgewühlten Erde blieb vieles an Gerätschaft (Nägel und Kleinteile; siehe die Schaukästen des Museums) für die Germanen unauffindbar zurück. Durch die späteren Plaggungen (Erdaufträge) der Landwirtschaft wurde das Ganze (zu unserm Glück) auf heute konserviert und eine römische „Spätlese“ von Seiten der Germanen unmöglich gemacht. (So dachten es sich bisher die Kalkriesen.)

Auch deshalb steht dieser „Baren“-Ort exemplarisch für die vielen noch ungezählten Orte des Widerstandes, die nicht über Funde und analoge Situationen verfügen.

  In Orten wie:

Dortmund-„Barop“; „Barnacken“ (Horn Bad Meinberg); dem „Barenberg“ (Borgholzhausen) usw., usw. finden wir, Dank des gemachten Aufwandes um Kalkriese, nun gleichbedeutende Orte germanischen Widerstandes in ihrer erstaunlichen Systematik dargestellt.

Auch hier stellen sich Namensanalogien in erstaunlicher, bereits oberflächlicher Anschauung:

„Am Tempel“ liegt für die von Kalkriese dokumentierten Kampfheergänge des Jahres 15 zu denen des Jahres 14 von „Holthausen“ (Bd. II b und „Das Bestiarium“).

Der „Kl. Klusmann“ (Kalkrieser Komplex) steht zum „Klusebrink“ (Holth.), wie zu „Kluskamp“ (Halle). Daß diese Liste von Ortsnamen („Germanische Quellen“) zwischen „Skagen“ (DK) und den Alpen kein Ende nehmen würde, sei nur angedeutet, steht aber gegen die Ideologie der 68er Wissenschaften, die, wie Prof. Schlüter in der Stiftungsrede von „Kalkriese“ ausführte, jede Anschauung um diese Grundlagen strikt ablehnen. Er ging sogar so weit zu behaupten, daß die heute hier Lebenden nichts mehr mit den Akteuren damaliger Zeit gemein hätten!

Aber Hallo Herr Wissenschaftler!

Wir müssen uns offenbar vor diesen Betitelten mehr als in Acht nehmen, zumal sie wie im Spiegel zu lesen „ein(em) Zwang zur frühen Eindeutigkeit“ folgen!

Folgt also erst der Titel, oder Titelt die Folge, eiert uns das Huhn oder huhnt das Ei?

  Wenn wir die Orte des germanischen Widerstandes kategorisieren, so stellt sich uns die „Barenaue“ als ein Ort der 3., also der untersten Kategorie, der reinen römischen Abnutzung heraus.

Ein Ort der 1. Kat. wäre der einer finalen Schlacht, den es aber im eigentlichen Sinne nie gegeben hat.

Ein Ort der 2. Kat. wäre der eines erzwungenen Abzugs und Aufgabe eines römischen Zieles.

  Zur 1. Kat.: Die „Varusschlacht“ war eine Abnutzungsschlacht über ca. 70 km Länge. Die letzten Einheiten des Varus ergaben sich zum Teil unter „Ceionius“ oder kamen in den Kämpfen unter „Eggius“ um. Von einem Finale, aber nicht von einer finalen Schlacht, kann deshalb nur die Rede sein.

Die Schlacht bei „Wildeshausen“ stellte jedoch die Grundlage des aus ihr resultierenden Desasters auf römischer Seite. Dieser Schlacht, wie der auf dem Feld „Idistaviso“ gebührte deshalb einzig die 1 geben.

Die Orte wie „Wagenfeld“ (Rahden/Espelkamp; bei Cassius Dio 65, 18-23) und „Ale-Werfen“ (Bünde), als Beispiele dokumentierter und schillernder Bezeichnungen des röm. varianischen Handelns, sind ebenfalls gegeben und nennenswert. Diese Orte finden in "Unterfluren" weiteren Aufschluß.

Im Band I: 2000 Jahre Varusschlacht, sind diese bereits in die Ereignisse der Schlachtbeschreibung eingebettet.

Zur 2. Kat.: Hier finden sich bereits einige Orte, die diese erschwerten Bedingungen erfüllen. Dazu zählen u. a. „Bückeburg“, „Pivitsheide“ (Detmold/Lage), „Pium“ (Holthausen) usw.

Eine Erarbeitung der allein für {Westphalian-Lippe} möglichen Zusammenhänge dürfte noch Generationen in Anspruch nehmen. Die „gesammelten Fluren“ (Jürgen Macha u. Gunter Müller, „Westfälische Flurkartenatlas“) stellen allein ca. 500.000 Titel und wahrscheinlich nicht einmal alle vorhandenen, bzw. möglichen Titel vor.

„Kalkriese“ stellt dabei aber leider nur eine Nebenrolle* dar, die dazu als die Folge reichlicher Fördermittel erscheint.

*(Kalkriese verfügt nur über einen Bruchteil der durch die Namengebungen zum Ausdruck gebrachten Wertschätzung germanisch bezeichneter Heergänge.)

  Was bleibt!

Wir erkennen an diesen Beispielen deutlich, wie diese Ausgrabungen und der museale Gesamtaufwand der Verdeutlichung des „Bar“-Begriffes dienen und diesen „Rostkasten“ (Der Spiegel, März 2004) trotz aller Unwahrheiten rechtfertigen.

In seiner Präsentation ist das Museum der generelle Ausdruck des Mutes zur (kalkrieser) Lücke (also römisch!)! Doch zeigen die Darstellungen des aufgeblähten Minimalwissens seiner Inhalte, ganz unabhängig von seiner musealen ideologischen Bewertung, wie ernst den Germanen ihr Kampf um das Wohl und Wehe ihrer Gemeinschaft allein an diesem Ort war.

„Wir sind ein Volk!“

Und der Ausspruch: „Wir sind ein Volk!“ der von den raumübergreifenden „Germanischen Quellen“ herüberklingt und der den 68igern, auch als Echo unserer Zeit, quer in den Ohren liegt, dieser Bereich eines germanischen Denkens bedarf seiner Anschauung! In Kalkriese wird den Germanen der Titel „Volk“ abgesprochen, den bereits ihr Name trägt:

{germ men} „Die, die aus einem Keim stammen!“

Sie sehen allein an diesem Beispiel, daß das Museum die Lücken nicht zu schließen vermag, die seinen Betreibern verborgen sind. Sähen diese die Lücken, so wäre ihr Museum zu klein, stände am falschen Ort und hätte bereits nur den Turm zum Ort der Varusschlacht falsch stehen!

Dort, wo der Treppenaufgang nach oben führt (im Osten), dort müßte man stehen können, wenn man in Richtung der Ereignisse schauen wollte.

Ein Fernrohr, auf dem Turm, währe deshalb die nötige Investition, um die Distanz zu überbrücken, die diese Wissenschaft zum Geschehen und ihren Akteuren dokumentiert!

Ist also alles falsch gewesen was man hier ver-anstaltete?

Nein! Nur die eine Hälfte dieses Bruchteils!

_______________________

  1 Horst Callies:

Bemerkungen zu Aussagen und Aussagehaltung antiker Quellen und neuerer Literatur zur Varusschlacht und ihrer Lokalisierung

  Wir erkennen an der oben von Callies gemachten Aussage ihren grundsätzlichen Wert:

Für den gesamten germanisch-römischen Geschichtsraum waren nach Mommsen und Timpe, auf den Grundlagen der bisherigen Quellensituation, keine weiteren Bedeutungen mehr zu erwarten!

  Und auch die Abermillionen €, die die Archäologie kostete und kostet gaben (wie uns die Kalkriesen zeigen) keinerlei Systematik oder irgend geartete, über sich selbst hinausweisende Vorstellung eines noch Erkennbaren oder zu Gewinneden!

  2 Gustav Adolf Lehmann:

Das Ende der römischen Herrschaft über das „westelbische“ Germanien:

Von der Varus-Katastrophe zur Abberufung des Germanicus Caesar 16/7 n. Chr.

  „Bedauerlicherweise lassen sich die römischen Rache- und Wiederholungsfeldzüge nach 9 bzw. 13/4 n. Chr. bislang in unseren Bodenfunden gerade in der Lippe-Region kaum eindrucksvoll dokumentieren, obwohl dieser Raum … sehr massiv … berührt worden ist.“

  3 Rainer Wiegels:

Rom und Germanien in augusteischer und frühtiberischer Zeit

Perspektiven der Forschungen – Perspektiven der Quellen (1996)

  Und auch die nicht besser zu gebende Rekapitulation des bisher Erreichten als das „Ist“, von Rainer Wiegels und eines daraus von ihm Geforderten und Anzustrebenden, stellt eine reine Wunschliste historischer Hoffnungen auf der Basis der „alten Quellen“, einschließlich der Archäologie dar.

Die erklärten Erwartungen an den Ort der Varusschlacht, die ebenfalls generalisierbar sind und von Wiegels auf das gesamte Feld der germanischen Forschungen übertragen werden, waren und sind aus der bisher verwendeten Quellengrundlage (ohne die „Germ. Quellen“) nicht zu erzielen und auch in den kühnsten Träumen nicht zu erwarten gewesen!

Wiegels : „Statt dessen ist zu hoffen, daß im Falle der Festlegung des Schlachtfeldes – an welchem Ort auch immer – Fragen der militärischen Strategie und Taktik von Römern und Germanen sowie der Heeresorganisation und -zusammensetzung sachgerechter beantwortet werden können; … das Varus …; daß die räumlichen Vorstellungen der Römer … besser beurteilt und herausgearbeitet werden können.“

Und daß diese Einsichten in die „größeren Sachzusammenhänge“ führen, wie in die allgemeinen Bedingungen „römischer Grenzpolitik“ an Rhein – Main – Donau usw. „zu einem besseren Verständnis für das Gewollte, Erreichte oder das Ausmaß und die Bedeutung des Nicht-Erreichten führt.“

  Diese Wünsche und Hoffnungen haben Generationen von Wissenschaftlern auf ihrem originären Forschungsfeld in den letzten 100 Jahren unter zu Hilfenahme der bisherigen Schriftquellen nicht erfüllen können!

  Und an dieser Stelle glaubte die Archäologie, mit allen möglichen neuen Verfahrenstechniken die Sprache ersetzen zu können!

 

Christian Jaletzke: (Geschäftsführer des Museums Kalkriese):

„Die absolute Mehrheit der dt. Archäologen verortet die Varusschlacht in Kalkriese“. „…und verwies auf Wissenschaftler wie Siegmar von Schnurbein von der Römisch-Germanischen Kommission in Frankfurt.“ (Westfalen-Blatt Nr. 58 März 2004)

  Die Archäologie wahn-te sich ganz offensichtlich in einem Alleinvertretungsanspruch der „Germanischen Geschichte“ und hielt ihre Meinungen und Neueröffnungen für nicht mehr hinterfragbar. Ein Irrtum!!

  Die Archäologie steht im offenen Widerspruch zu den „Germanischen Quellen

Die neue Quellen-Situation hingegen geht über die bisher utopischen Fragen und Hoffnungen in ihren Antworten nicht nur hinaus, sondern stellt die Fragen zum Teil im Grundsatz richtig, bzw. stellt die Fragen neu und für historische Felder, die bisher gar nicht existierten!

Neuerdings tun sich darum für die bisherigen Forschungen Abgründe auf, die gestern noch als ein Zugewinn hätten erscheinen können, doch die morgen bereits das Gegenteil bedeuten werden.

  Nicht „Che Guevara im Nebelland“ (so der SPIEGEL im März des letzten Jahres) sondern:

 „Die Archäologie im Römersumpf “ müßte der Titel gelautet haben.

Die Germanen erwarteten die Römer in ihren systematischen Stellungen (Bar-rik-aden und Pal(e)-is-aden) und in Geschlossenheit!

In den „Baumgärten“ [ba: um g - a(r)den] {bar - um - garde} gefangen finden sich nun die archäologischen Verweigerer jener Kultur, weil ihre Zielsetzung ganz offenkundig eine römische war!

Sprachlosigkeit kann nun einmal nicht durch Ausgrabungslöcher zur Sprache getrieben werden!

Und gegen den Aberwitz des finanziellen Einsatzes (der Archäologen), um die „stummen Zeugen“, sprechen die „Germanischen Quellen“, die diese Gesellschaft bisher nichts kosteten und die alle Ideologen in ihren Kommissionen demaskieren!

 

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