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Institut für Germanische Geschichte und Sprachforschung
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Kalkriese und weitere Fundorte Kalkriese, ein kleiner Ort an der römischen
Flanke! Was die Kalkriesen übersahen
und nicht sehen wollten Gleicher
Aufruf gilt jenen Freunden der germanischen Kultur, die in den Nähen dieser
Orte leben oder lebten und die unserem Institut Hinweise geben können, die
ansonsten im schlimmsten Falle verloren gingen oder keinen, bzw. verzögerten
Einfluß in diese Untersuchungen fänden.
„Die
Archäologie ist eine eher gemächliche Wissenschaft. Zwölf Jahre sind …
vergangen – jetzt endlich hat die Vor- und Frühgeschichte ihre wichtigsten
Ergebnisse zustande gebracht. 27 Jahre gar liegt die letzte Leistungsschau …
„Ausgrabungen in Deutschland 1950-1975“ zurück. … Zugleich
markiert die Schau das längst überfällige Heraustreten dieser Disziplin aus
dem Schatten der doppelten politischen Instrumentalisierung im 20.
Jahrhundert.“ Was
Sven Felix Kellerhoff in seinem Artikel richtig anmerkt findet jedoch eine
weitere, nicht zu unterschätzende Instrumentalisierung, die wir als den Geist
der 68er ausmachen müssen. Dieser
ideologisch gefaßte Selbstzerstörungswille, der aus dem Slogan: „Macht kaputt, was Euch kaputt
macht!“ resultiert,
dieser Slogan, einer zunächst gedachten kulturellen Befreiung, entpuppt sich
nun bereits seit Jahren als Bumerang gegen die Tradition unseres Volkes und hier
speziell gegen die Geschichte unserer germanischen Vorfahren. Die
„germanischen Quellen“ zeigen Zusammenhänge auf, die mehr als Einblicke in
den germanischen Widerstand gegen den Terror von Seiten Roms ermöglichen und
die Langsamkeit der mit dem Thema von berufswegen Betrauten unterstreicht! Nach
Theodor Mommsen und Dieter Timpe (1970 Arminius-Studien) hatte sich gut 30 (100)
Jahre nichts Gewinnendes ereignet. Und auch die einzelnen Materialfunde haben
daran nichts geändert. Horst
Callies1: „Die Grundgegebenheiten der griechisch – römischen
Nachrichten (hier auf die “clades variana“ bezogen) bleiben. … ,während
aus dem engeren Bereich der Wissenschaften zu diesem speziellen Thema heute kaum
Neueres vorliegt bzw. der wichtigste wissenschaftliche Beitrag von Dieter Timpe
eher ignoriert wird.“ Als
ein (von Dieter Timpe und Kleinigkeiten abgesehen) hundertjähriger Dornröschenschlaf
der dt. Wissenschaften, mit allen damit verbundenen Entgleisungen und Übel für
unsere Gesellschaft, stellt sich uns die Situation. Aus
dieser „Not“ erwuchs der 68er Ansatz (des Selbsthasses), sowohl das
Germanen-, wie das Römerbild neu zu zeichnen. Es kam, wie das Museum von
Kalkriese in (s)einem „Bullauge“ des Außenbereiches selbst beschreibt zu
einer Umkehrung der Verhältnisse. „Der
Pavillon des Sehens“ (in Kalkriese) „…
ein verkehrter Ort?
Wenn ja, für wen? Eine
Frage der Perspektive*!“ Und:
Die Geschändeten Verteidiger ihrer
Freiheit wurden zu dummen Kulturverweigerern! Pisa
erreicht die deutsche Wissenschaft Nicht
zuletzt damit werden all jene vor Ideologie triefenden Aussagen sowohl
Letztgenannter, wie jene aus der „Himmlerzeit“ (1933 bis 1945), in ihrer
Beschränktheit erkennbar. Dieser {asafoetide} oder Teufelsdreck wurde in jüngster Zeit selbst von Medien- und
Wirtschaftsvertretern übernommen und unterstützt, weil ihr Vertrauen in die
„moderne Wissenschaft“ ausgenutzt wurde. Die
unten folgenden Bereiche wurden dabei bereits zum Teil berücksichtigt und
vorgestellt, oder fügen sich nahtlos in diese Gesamtsicht, hier im „ite“
ein! Das römische Kriegskastell Aliso
(ff. Bd. I) Dieses
Kastell „lag“ auf dem „Finkenberg zu Ennigerloh“. Vier
Steinfundamente von Türmen aus der Zeit des Germanicus (13 bis 16 n. Chr.)
waren vor ca. fünf Jahren in Systematik auszumachen (darunter das Osttor in
zwei Turmfragmenten). Mittlerweile sind diese im Wesentlichen zerpflügt und
wahrscheinlich kaum noch vorhanden. Die
mit dem Thema betrauten „Fachleute“ der Archäologie wiesen noch vor fünf
Jahren einen Steinturmfund als unmöglich weit von sich und gingen auch diesen
Hinweisen nicht nach. Nach
„Waldgirmes“ hat sich wahrscheinlich dieser Standpunkt verändert, was nicht
bedeutet, das sich die Archäologen verändert hätten. Der
in der Nähe fließende „Hell-bach“ von „Vorhelm“ bedeutet uns den römisch
genannten „Fluß“ „helison“. Dieser bezeichnende Eigenname liest sich
aus dem Sächsischen als: „Hel is on!“ (“Hier beginnt Euer Schicksal!“).
Nach den Regeln der „Lex Hare“ abgeleitet läßt sich analog auch das
Kastell „Aliso“ bedeuten. Das
Kastell war von den sächsisch sprechenden Germanen als: „All is o!“ („Alles ist erstaunlich!“) verstanden und genannt
worden (siehe im „ite“ unter „Lex Hare“). Römerlager-Kastell bei Aken an der Elbe Gefunden
von Bernd Willing Mitteldeutsche
Zeitung vom 05.07.2005: Willing:
„Links ist alles voller Scherben.“ Rechts sei nie etwas gefunden worden. Die
folgenden Aussagen an dieser Stelle: Tiberius habe den Angriff seiner
Abteilungen gegen Marbod für das Jahr 6 von hier aus geplant, sind
folgerichtig. und wi(e)dersprechen der bisher allgemein gedachten Aufmarschlinie
vom Rhein über Marktbreit/Main. Im
besagten Bd. II Karte 1 und 3 ist dieser Standort (Aken und Marktbreit) bereits
vermerkt und eingetragen.
Die Römerstadt „Waldgirmes“ Zunächst
stellt der reine Standort dieser Römerstadt für die mit diesem Geschichtsfeld
Betrauten eine mehrfach zentrale Bedeutung. Der bisher eingeschränkte und mit
allen Mitteln verteidigte archäologische Horizont der Forschungen wird auf
einen neuen Stand und damit alles bisher von dieser Seite Gedachte, um die römische
Expansion, außer Kraft gesetzt. Doch
ganz abgesehen von der archäologischen Sensation dieses Fundes und seiner mit
ihm ausgelösten konzeptionslosen Hoffnungen der wild Grabenden, siehe dazu auch
Kalkriese, stellt sich die damit bestätigte Zentrallogistik der Römer als überaus
bedeutsam und gewinnend heraus (siehe „ite“ Waldgirmes). Ebenfalls
von größter Bedeutung sind die analogen Namenszusammenhänge des Nahraumes um
„Waldgirmes“. Eine Reihe von Namengebungen benennen die Umstände des
„Unterganges“ dieses römischen Ortes. Der
Untergang von Waldgirmes des Jahres 4 n. Chr. war die direkte Folge des „Großen
Krieges“ (2 – 4 n. Chr. unter Ahenobarbus), also der römischen
Expansionsversuche gegen die Oder (Bd. II; K.1)! „Hedemünden“ www.3sat.de/nano/news/64722/ - 19k Die
an diesem Ort vorliegenden Römerlager (vier an der Zahl) stellen sich noch
heute als „Hede“-, Heiden-Ort, Ort der Heiden, der fremden Völker vor. Der
Heidenbegriff ist eine jener germanischen Namennennungen, die den Römern galt
und die sich als Hinweistradition der Römerpräsenz in germanischen Gebieten,
als „Germanische Quelle“ zeigen. Auch dieser Ort bindet sich in die römische
Logistik in bereits beschriebener analoger Weise ein (siehe: „ite“ „Waldgirmes“).
Das
gilt sowohl für die Abstände zu den „benachbarten“ Kastellen und
Hauptstandorten, wie für die hier an der Werra vorliegende Flußanbindung zunächst
auf „Corvey“, „Oeynhausen“ und „Verden“ (a. d. Aller). Nördlich
von „Lohfelden“ (Bd. II; Karte 1 - H 8) an der Werra, ist der Standort auf
„Aken“ (an der Elbe), sowie auf „Haltern“ (an der Lippe), den beiden römischen
Hauptlagern, in etwa mittig plaziert und als „Trier-Waldgirmes-Dist“ (TWD)
meßbar. Er verfügte gleich „Aliso“ (G – 5; VII, 7) über einen eigenen
Reiterstandort (H – 8; 12). An
anderer Stelle weise ich auf analoge Lagersituationen hin, die mit
Fluranalogien, Wallungen und anderen Übereinstimmungen aufwarten. Der
„Paffenberg“ von „Hedemünden“ findet sich zu Borgholzhausen
„Pfaffenkammer“, „Heidhorst“. Und
Kriegslager des Germanicus aus dem Jahre 16 lassen sich darum ebenfalls näher
bedeuten. „Heithaus“ bei „Heiligenloh“ Das
Lager des Germanicus (15 n. Chr.) vor dem 1. Lager des Varus In
„Aldorf“, an der Südflanke des Lagerraumes lag das eigenständige
Reiterlager nicht allzu weit vor den Fußtruppen. „Im Heidort“ (vor
dem Ausgrabungsort) Warum
Kalkriese so wenige Namen trägt Im
Jahre 15 lag an dieser Stelle der Troß der Römer, um die Freikämpfung des Höhenweges
über „Hollenbecke“ auf „Dornberg“ abzuwarten. Unter
Einsatz der römischen Fernwaffen war der Gewinn der Höhe über „Hollenbecke“
nicht zu verhindern. Der römische Troß war auf dieser Route nicht zu gefährden,
zumal Flankenangriffe unmöglich waren (Höhenweg). Auf
die „Barenaue“ wurden nur schwache Flankenangriffe geführt, um auch an
dieser Stelle germanische Einheiten zu binden. Bekanntlich
beißen die Letzten die Hunde. Gleiches geschah im Ausgrabungsbereich. Die an
diese Stelle Abkommandierten waren in einer relativ isolierten Lage und erlitten
ebenfalls hohe Verluste. Die Römer hatten zu diesem Zeitpunkt unter anderem Karthago, Alexandria oder Jerusalem erobert!) Deshalb
siehe unter „ite“ „Lex Hare“: Zum
Begriff der Barrikade „Kalkriese“ oder: Wie ein Gedanke das Wort übersprang und Gestalt wurde Der
um diesen Standort gemachte Zauber ist ein in mehrfacher Hinsicht nicht
hinzunehmender Affront gegenüber der Geschichte von vor 2000 Jahren und der
„Politik“ von heute. Dabei muß dem Begriff „Politik“ besonderes
Augenmerk geschenkt werden. Denn sowohl die Politiker, als auch die Vertreter
der Wirtschaft haben den mit der „Wissenschaft“ Betrauten mehr Vertrauen
entgegengebracht als diese es offenbar
verdienten. Auch hier darf noch gelernt werden. (DER
SPIEGEL Nr. 11 2004: „Infolge der vielen Fördergelder sei in Kalkriese „ein
Zwang zur frühen Eindeutigkeit“ entstanden.“ Wir
lesen also, daß das Geld die Ergebnisse bestimmt und offenbar nicht die
wissenschaftliche Kompetenz! Geld verwissenschaft die Welt? Da
die politische oder wirtschaftliche Meinung (an solcher Stelle) außerhalb jeder Interessensfrage
steht, geht der Vorwurf direkt an die für diese Veranstaltung Verantwortlichen
zurück. Jene können nur ausschließlich um ihrer eigenen Vorteilsnahme Willen
die Ergebnisse, bzw. deren Interpretation, nicht nach wissenschaftlichen
Kriterien ermittelt haben. Denn, - die Frage entsteht sogleich: Was ist das für
eine Wissenschaft, die nach einigen speziellen Fragen ihre Behauptungen und ihre
gesamte Konzeption revidieren muß? Und
damit wären wir beim positiven der germanischen Vermusung („Thusneldas
Beste“ Marmelade und „Harter Hermann“ Würstchen) angelangt.
„Kalkriese“ vollzog für viele unbemerkt eine Kehrtwende aus seiner
ideologischen Götterdämmerung. Das dieser Versuch lobenswert ist scheint man
zu erhoffen. Ausreichend ist er nicht! Vielleicht lohnt die Zeit einmal die
Achterbahnfahrt der Anschauungen letzter 30 Jahre zu erarbeiten. Im Moment liegt
die Arbeit,- abgesehen von den fellows, zu hoch um in diesen Sumpf
hinabzusteigen. Deshalb
zu den Leistungen der Kalkriesen, die selbstverständlich an dieser Stelle ihren
Ausdruck finden soll: Der
„Bar“-Begriff: sächs. =
angespitzter Pfahl, benennt die Beweggründe dieses Ortes der Abwehr. Im
Jahre 15 n. Chr. zog Germanicus (Statthalter Germaniens von 13 bis 16) zum
ersten Mal (von Ost nach West; im Jahre 16 von West nach Ost) durch diese
„Pforte“. Er
kam im Jahre 15 von den Schlachtfeldern des Varus (zwischen Wildeshausen und
Rahden) und mußte zurück auf seinen Stapelplatz von „Lathen“ (Meppen). Die
germanischen Verteidiger hatten erneut die vorausschauenden Möglichkeiten der
Planungen um die Orte der günstigsten Verteidigung. Dazu gehörte auch die Enge
der „Barenaue“. Mit
ca. 50.000 Einheiten, Pferden und Wagen zwängten sich die Römer durch dieses
"Nadelöhr", das von den Ausgräbern mit großem Aufwand nachgestellt wurde. In der
von den marschierenden Füßen durchgewühlten Erde blieb vieles an Gerätschaft
(Nägel und Kleinteile; siehe die Schaukästen des Museums) für die Germanen
unauffindbar zurück. Durch die späteren Plaggungen (Erdaufträge) der
Landwirtschaft wurde das Ganze (zu unserm Glück) auf heute konserviert und eine
römische „Spätlese“ von Seiten der Germanen unmöglich gemacht. Auch
deshalb steht dieser „Baren“-Ort exemplarisch für die vielen noch ungezählten
Orte des Widerstandes, die nicht über Funde und analoge Situationen verfügen. Dortmund-„Barop“;
„Barnacken“ (Horn Bad Meinberg); dem „Barenberg“ (Borgholzhausen) usw.,
usw. finden wir, Dank des gemachten Aufwandes um Kalkriese, nun gleichbedeutende
Orte germanischen Widerstandes in ihrer erstaunlichen Systematik dargestellt. Auch
hier stellen sich Namensanalogien in erstaunlicher, bereits oberflächlicher
Anschauung: „Am
Tempel“ liegt für die von Kalkriese dokumentierten Kampfheergänge des Jahres
15 zu denen des Jahres 14 von „Holthausen“ (Bd. II b und „Das Bestiarium“). Der
„Kl. Klusmann“ (Kalkrieser Komplex) steht zum „Klusebrink“ (Holth.), wie
zu „Kluskamp“ (Halle). Daß diese Liste von Ortsnamen („Germanische
Quellen“) zwischen „Skagen“ (DK) und den Alpen kein Ende nehmen würde,
sei nur angedeutet, steht aber gegen die Ideologie der 68er Wissenschaften, die,
wie Prof. Schlüter in der Stiftungsrede von „Kalkriese“ ausführte, jede
Anschauung um diese Grundlagen strikt ablehnen. Er ging sogar so weit zu
behaupten, daß die heute hier Lebenden nichts mehr mit den Akteuren damaliger
Zeit gemein hätten! Aber
Hallo Herr Wissenschaftler! Wir
müssen uns offenbar vor diesen Betitelten mehr als in Acht nehmen, zumal sie
wie im Spiegel zu lesen „ein(em) Zwang zur frühen Eindeutigkeit“ folgen! Folgt
also erst der Titel, oder Titelt die Folge, eiert uns das Huhn oder huhnt das
Ei? Ein
Ort der 1. Kat. wäre der einer finalen Schlacht, den es aber im eigentlichen
Sinne nie gegeben hat. Ein
Ort der 2. Kat. wäre der eines erzwungenen Abzugs und Aufgabe eines römischen
Zieles. Die
Schlacht bei „Wildeshausen“ stellte jedoch die Grundlage des aus ihr
resultierenden Desasters auf römischer Seite. Dieser Schlacht, wie der auf dem
Feld „Idistaviso“ gebührte deshalb einzig die 1 geben. Die
Orte wie „Wagenfeld“ (Rahden/Espelkamp; bei Cassius Dio 65, 18-23) und „Ale-Werfen“
(Bünde), als Beispiele dokumentierter und schillernder Bezeichnungen des röm.
varianischen Handelns, sind ebenfalls gegeben und nennenswert. Im
Band I: 2000 Jahre Varusschlacht, sind diese bereits in die Ereignisse der
Schlachtbeschreibung eingebettet. Zur
2. Kat.: Hier finden sich bereits einige Orte, die diese erschwerten Bedingungen
erfüllen. Dazu zählen u. a. „Bückeburg“, „Pivitsheide“
(Detmold/Lage), „Pium“ (Holthausen) usw. Eine
Erarbeitung der allein für {Westphalian-Lippe} möglichen Zusammenhänge dürfte
noch Generationen in Anspruch nehmen. Die „gesammelten Fluren“ (Jürgen
Macha u. Gunter Müller, „Westfälische Flurkartenatlas“) stellen allein ca.
500.000 Titel und wahrscheinlich nicht einmal alle vorhandenen, bzw. möglichen
Titel vor. „Kalkriese“
stellt dabei aber leider nur eine Nebenrolle* dar, die dazu als die Folge
reichlicher Fördermittel erscheint. *(Kalkriese
verfügt nur über einen Bruchteil der durch die Namengebungen zum Ausdruck
gebrachten Wertschätzung germanisch bezeichneter Heergänge.) Wir
erkennen an diesen Beispielen deutlich, wie diese Ausgrabungen und der museale
Gesamtaufwand der Verdeutlichung des „Bar“-Begriffes dienen und diesen
„Rostkasten“ (Der Spiegel, März 2004) trotz aller Unwahrheiten
rechtfertigen. In
seiner Präsentation ist das Museum der generelle Ausdruck des Mutes zur (kalkrieser)
Lücke (also römisch!)! Doch zeigen die Darstellungen des aufgeblähten
Minimalwissens seiner Inhalte, ganz unabhängig von seiner musealen
ideologischen Bewertung, wie ernst den Germanen ihr Kampf um das Wohl und Wehe
ihrer Gemeinschaft allein an diesem Ort war. „Wir sind ein Volk!“ Und
der Ausspruch: „Wir sind ein Volk!“ der von den raumübergreifenden
„Germanischen Quellen“ herüberklingt und der den 68igern, auch als Echo
unserer Zeit, quer in den Ohren liegt, dieser Bereich eines germanischen Denkens
bedarf seiner Anschauung! In Kalkriese wird den Germanen der Titel „Volk“
abgesprochen, den bereits ihr Name trägt: {germ men} „Die, die aus einem Keim
stammen!“ Sie
sehen allein an diesem Beispiel, daß das Museum die Lücken nicht zu schließen
vermag, die seinen Betreibern verborgen sind. Sähen diese die Lücken, so wäre
ihr Museum zu klein, stände am falschen Ort und hätte bereits nur den Turm zum
Ort der Varusschlacht falsch stehen! Dort,
wo der Treppenaufgang nach oben führt (im Osten), dort müßte man stehen können,
wenn man in Richtung der Ereignisse schauen wollte. Ein
Fernrohr, auf dem Turm, währe deshalb die nötige Investition, um die Distanz
zu überbrücken, die diese Wissenschaft zum Geschehen und ihren Akteuren
dokumentiert! Ist
also alles falsch gewesen was man hier ver-anstaltete? Nein!
Nur die eine Hälfte dieses Bruchteils! _______________________ Bemerkungen zu Aussagen und
Aussagehaltung antiker Quellen und neuerer Literatur zur Varusschlacht und ihrer
Lokalisierung Für
den gesamten germanisch-römischen Geschichtsraum waren nach Mommsen und Timpe,
auf den Grundlagen der bisherigen Quellensituation, keine weiteren Bedeutungen
mehr zu erwarten! Das Ende der römischen Herrschaft über
das „westelbische“ Germanien: Von der Varus-Katastrophe zur Abberufung
des Germanicus Caesar 16/7 n. Chr. Rom und Germanien in augusteischer und frühtiberischer
Zeit Perspektiven der Forschungen –
Perspektiven der Quellen (1996) Die
erklärten Erwartungen an den Ort der Varusschlacht, die ebenfalls
generalisierbar sind und von Wiegels auf das gesamte Feld der germanischen
Forschungen übertragen werden, waren und sind aus der bisher verwendeten
Quellengrundlage (ohne die „Germ. Quellen“) nicht zu erzielen und auch in
den kühnsten Träumen nicht zu erwarten gewesen! Wiegels
: „Statt dessen ist zu hoffen, daß im Falle der Festlegung des Schlachtfeldes
– an welchem Ort auch immer – Fragen der militärischen Strategie und Taktik
von Römern und Germanen sowie der Heeresorganisation und -zusammensetzung
sachgerechter beantwortet werden können; … das Varus …; daß die räumlichen
Vorstellungen der Römer … besser beurteilt und herausgearbeitet werden können.“ Und
daß diese Einsichten in die „größeren Sachzusammenhänge“ führen, wie in
die allgemeinen Bedingungen „römischer Grenzpolitik“ an Rhein – Main –
Donau usw. „zu einem besseren Verständnis für das Gewollte, Erreichte oder
das Ausmaß und die Bedeutung des Nicht-Erreichten führt.“ Christian
Jaletzke: (Geschäftsführer des Museums Kalkriese): „Die
absolute Mehrheit der dt. Archäologen verortet die Varusschlacht in
Kalkriese“. „…und verwies auf Wissenschaftler wie Siegmar von Schnurbein
von der Römisch-Germanischen Kommission in Frankfurt.“ (Westfalen-Blatt Nr.
58 März 2004) Die
neue Quellen-Situation hingegen geht über die bisher utopischen Fragen und
Hoffnungen in ihren Antworten nicht nur hinaus, sondern stellt die Fragen zum
Teil im Grundsatz richtig, bzw. stellt die Fragen neu und für historische
Felder, die bisher gar nicht existierten! Neuerdings
tun sich darum für die bisherigen Forschungen Abgründe auf, die gestern noch
als ein Zugewinn hätten erscheinen können, doch die morgen bereits das
Gegenteil bedeuten werden. „Die
Archäologie im Römersumpf “ müßte der Titel gelautet haben. Die
Germanen erwarteten die Römer in ihren systematischen Stellungen (Bar-rik-aden
und Pal(e)-is-aden) und in Geschlossenheit! In
den „Baumgärten“ [ba: um g - a(r)den] {bar - um - garde} gefangen finden
sich nun die archäologischen Verweigerer jener Kultur, weil ihre Zielsetzung
ganz offenkundig eine römische war! Sprachlosigkeit
kann nun einmal nicht durch Ausgrabungslöcher zur Sprache getrieben werden! Und
gegen den Aberwitz des finanziellen Einsatzes (der Archäologen), um die
„stummen Zeugen“, sprechen die
„Germanischen Quellen“, die diese Gesellschaft bisher nichts kosteten und die alle Ideologen in ihren Kommissionen
demaskieren! |
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