Institut für Germanische
Geschichte und Sprachforschung
Herbert Kramer
Hamlingdorfer Weg 28
D-33829 Borgholzhausen
den 13.08.2007
Tel. 05425 – 6375
Fax. 05425 – 955549
leerum@web.de
Offener Brief
An das Ministerium NRW
Für Wissenschaft und Forschung
Betrifft: Das von Herrn Prof. Dr. Jürgen Udolph zum
Ausdruck gebrachte Unvermögen bezüglich seiner Quellenarbeit für den Großraum
{Westphalian}. Mit dem Thema: Erstellung eines Flurkartenatlas.
Sehr geehrte Damen und Herren,
wie Sie aus dem Artikel (Anlage) des
„Westfalen-Blattes“ (Frühjahr 2006) entnehmen können äußerte sich der
von Ihnen für die „Westfälischen Forschen“ beauftragte Herr Udolph wie
folgt:
„Detmolder waren im Recht“
„….
Dabei blickt er bis zu 2000 Jahre zurück.
„Gewässernamen sind noch älter, teilweise 4000 Jahre.“, erläutert
Udolph. Paderborn heißt übersetzt „Quelle der Pader“. Aber seit wann von
der Pader die Rede ist, liegt im Dunkeln. „Flußnamen waren schon da, bevor
das Germanische entstand“, betont Udolph.“
Daneben zu seinem Photo: „Jürgen Udolph: Gewässernamen
sind uralt.“
Die hier getroffenen Aussagen sind derart falsch, daß
Herrn Udolph die grundsätzliche Kompetenz um die „Germanischen Quellen“
nicht zuerkannt werden kann oder aberkannt werden muß!
Auf der von Herrn Udolph dokumentierten Basis ist eine für unser Land
fruchtbare Arbeit für das oben dargestellte Projekt nicht möglich!
Alle Fluß- und Bachlaufnamen {Westphalians} sind als germanische
Widerstandslinien gegen Rom sächsisch bezeichnet und stellen zum: „Der Limes
der Germanen (Sachsen)“ angelsächsische Sprachgründe dar, die mit unseren
„Fluren“ (Berg- & Ortsnamen) korrelieren!
Ich bitte Sie diesen Sachverhalt zur Kenntnis zu nehmen!
accon
Herbert Kramer
(Leiter des obigen Institutes)
Anlagen unter: www.2000jahre-varusschlacht.de
(Uni Münster) und www.Lex-Hare.de (Uni Münster)
-------------------------------------------
Des Nachrufs Abgesang, ein {count down}
„Die Flußnamen waren schon da, bevor das Germanische entstand“, betont
Udolph.
Dazu sei angemerkt:
Wer das Wesen und die Prinzipien einer Sprache verstanden haben will muß
erkennen welche Begriffsgruppen (hier Flüsse) zu ihr gehören und welche nicht!
Oben wird eine Zugehörigkeit klar verneint und das „Germanisch“ als noch
nicht entstanden bezeichnet!
Wer zunächst die Flüsse und Bäche in ihren Namengebungen mit den übrigen
Namengebungen nicht zugehörig begreift, kann unmöglich dem ihm gestellten
Thema gewachsen sein!
Wer die Namenszusammenhänge {Westphalians} derart verständnislos gegenübersteht,
wie hier nur ein Satz fundamental auszusagen versteht, der kann unmöglich etwa
vom Gesamtthema begriffen haben!
Denn wer das eine nicht dem andern zuordnen konnte, konnte und kann es im
umgekehrten Sinne ebenso wenig, der weiß darum auch nicht wovon er spricht und
was ertut!
Besonders dann, wenn er fortfährt:
„ … bevor das Germanische entstand“
Von Entstehung und Entstehungsverständnis
kann beim Prof. Dr. Udolph rein gar nicht mehr die Rede sein!
Denn wie will jemand Kriterien um die Entstehung von Sprachen postulieren wenn
er diese nicht einmal in ihrer Anwendung versteht! Anders: Der schlicht keine
Ahnung von der Sprache hat, weil er nicht einmal ihre Offensichtlichkeit gesehen
zu haben scheint, bzw. diese beherrscht?!
Die Entstehung von Sprache (also die zeitlich tiefere Ebene) entzieht sich darum
schon aussagelogisch Herrn Udolph!
Wann
entstand denn das „Germanische“, Herr Udolph und welche Kriterien muß es
erfüllen, um von Ihnen als Germanisch Bezeichnung zu finden? Diese Fragen
lauern in Ihrem Satz Herr Udolph, die Sie als von Ihnen beantwortbar vorgeben!
Ich bäte darum, wenn sie es könnten!
Doch daß sind wohl am Ende Fragen die
nach obigem Satz gewiß nicht an sie zu stellen wären, weil ihre Beantwortung
auch mit dem Verständnis der Flußnamen einhergeht!
Für die "armen" Studenten
dieser Studien an der Universität Münster und andernorts:
Bis 1500 vor Christus lassen sich
Sprachspuren der diesen Raum {Westphalian} dominierenden Volksgruppe zurückverfolgen!
Und dieser Gruppe muß die Bezeichnung „Sächsische Gruppe“ gegeben werden!
Diesem Raum, seiner Geschichte und seinem Volk wird Ihr Professor in keiner
Weise gerecht und ist für die ihm gegebenen Aufgaben nicht geeignet!
Daß in {Westphalian} ein weiteres Grab für
Steuermillionen entsteht ist bedauerlich, zumal es genügend Forschungsbereiche
gäbe die deshalb leer ausgehen und ausgehen werden!
Sie begegnen den chronisch kranken
Chroniken eines Chronisten!
Lägen in diesem Altpapier zu gewinnende
Ergebnisse, so bedürfte es dieser Kritik nicht! Eine „Lex Hare“ wäre längst
geschrieben!
Schlagende Beweise für das Unvermögen der Chroniken finden sich z. B. im
„Duden 7“, der in vielen Erklärungen ebenso abwegig ist, wie die Aussagen
von Herrn Udolph!
Das ist das Elend mit dem Elend, dem nur
noch der Kölner Karneval zur Seite stehen kann!
Die „A - Se - Na“,
die „Angel-Sächsisch-Normannische-Sprachkunst“ ermöglicht Einblicke in das
{mental} einer Kulturgruppe, die deutlich machen, daß der Begriff „falsch“
zu den Aussagen und Veröfentlichungen schmeichelnd ist!
.....................................
Ein
weiterer Nachtrag zu Herrn Prof. Dr. Jürgen Udolph und seiner Medialaussagen:
„Detmolder
waren im Recht“
„Detmold heißt übersetzt Volksgericht
…“
Auch
diese Aussage ist falsch, wie sämtliche weitere an dieser Stelle zum Besten
gegebenen Behauptungen des Herrn Udolph, wenn sie nicht unten folgend als Bestätigung
der Forschungen aus diesem Hause angemerkt sind! Das gilt insbesondere zum Verständnis
des Begriffs: „Germanische Sprache“!
Wie unter den Voraussetzungen solch fundamentalster Fehler von Seiten Herrn
Udolphs die hier im „ite“ vorgestellten Übereinstimmungen mit den
Ergebnissen unseres Institutes zustande gekommen sind bleibt deshalb rätselhaft!
Was unter derartigen Voraussetzungen ein „Flurkartenatlas“ bringen wird erfüllt
ebenfalls mit Neugier!
Die Leipziger Präsenz Herrn Udolphs und die im Jahre 2002 erstmals an diesem
Ort gegebenen Messe-Hinweise auf die germanische Quellensituation (von unserer
Seite) erscheinen deshalb höchst „zufällig“!
Weiter ist erstaunlich, daß Udolphs Aussagen derart weit hinter den Ergebnissen
dieses Hauses zurückbleiben! Darum wirken sie auf uns eher hilflos und
nachgesetzt!
Grundsätzlich muß angemerkt werden, daß jemand der nicht in der Lage war die
Namenssituation {Westphalians} in seinen Fundamenten noch vor einem Jahr annähernd
zu begreifen, sich derartig mit Aussagen in Szene setzt, die ihm um Jahre voraus
sind und denen man offenbar nicht gerecht zu werden vermochte!
Doch man führt einen universitären Namen im Schilde der strapazierfähig genug
ist sich um Urheberschaften nicht zu kümmern und ihnen ignorant zu begegnen!
Ist
das die Münsteraner Hochschultradition?
So
schmeichelt man zunächst einer Region und seinen dortigen Vertretern mit einem
„Volksgerichtstitel“!
(Detmold besaß offenbar den ersten Volksgerichtshof!)
Uns begegnen die „wissenschaftlichen“ Caesaren römischen Stils, die sich
aber hier in den „Gärten“ der Sachsen verstricken und die darum in einen
fundamentalen Notstand geraten!!
Ob es die Stadt „Kleve“ ist, die im TV von Herrn Udolph übersetz wurde,
Dortmund, Dankersen oder ob es die Aussagen um unsere Gewässer sind, sie sind:
Falsch und am Ende peinlich!! Dann auch für Münster!
Das ist das Elend mit dem Elend!
Sich
mit fremden Federn schmücken ist schon immer höchst dekorativ gewesen! Die
„Finken“ können ein Lied davon singen!
„Der Gesang des Nordens“ (Lex II), der in den kommenden Tagen an dieser
Stelle ins Netz gestellt werden wird, wird verdeutlichen, in welchem Kriechgang
sich diese Gesellschaft befindet!!
Zu
dem hier im „ite“ dargestellten „Deutschen Sumpf der Eitelkeiten“ paßt
folgendes Referat, auf das ich an dieser Stelle hinweisen möchte:
Am 11.11.2007 wird von Prof. Dr. Ulrich Beer:
„Zivilcourage
–
in Deutschland ein Fremdwort!?“
(im SWR-Fernsehen, 3 sat)
referiert werden!
P. S. Daß der Termin des Referates auf den Karnevalsbeginn fällt spricht für
das gewählte Thema und den Referenten!
Zu diesem Thema paßt ein Satz der: Einleitung aus „Der Gesangs des Nordens“
als Abgesang:
„Von
Schuld oder Versagen ist aber zwingend nicht die Rede, zumal das Recht auf
Feigheit in Deutschland unangefochten gilt!“
accon
ebd.
.....................................................
Das Elend mit dem Elend
oder:
Die chronische Krankheit der Chronologie
Gäbe
es Einsicht, so wäre es um das „Elend“ anders bestellt und wir müßten
nicht vom:
„Heulenden Elend!“ sprechen, in dem die Erkenntnis, als von der Eule
abgeleitet, verborgen läge!
So ist das „Heulende Elend“ die große „Misere“,
das {miser-able}, also das: „Zum Unsinn in der Lage sein!“
Das ist unser andauerndes Problem seit der Inquisition! Anders; „Seit der
Verbrennung des Geistes“! und damit der mit ihr heraufziehenden „Demenz“!
Das
„El“ kommt zum „Ende“ und schafft die Verhältnisse des allgemein
begriffenen Elends!
Es
kann aktiv oder passiv verstanden werden, als Heimsuchung oder Rache! Und es
stecken beide Welten gleichermaßen berechtigt in diesem Wort!
Von der tiefsten Verachtung bis zum innersten, dem „Munch-Schrei“! klingt
das „heulen“ {howlen} in der Nacht in der diese Gesellschaft gefangen harrt!
Vom
„El-a-is-on!“, über die “El-it-e” und den “El-an” reicht der
Ursprung der verlorenen Kraftfülle:
"elementar"
(“elle-ment-tar“)!
Wir sehen im Gebrauch des « {Letcoin} » „l
- t“, den Wesenszusammenhang ge- und verborgen!
Analog
geschieht es
einer Vielzahl von Sprach- und Sprechregeln in gleicher Weise, wie dem Zeichen
des Kreuzes, man verfügte nicht über sie!
Ein bereits antik oder archaisch gefülltes und verstandenes Symbol hat sein {know
how} als {[wau]} verloren.
Dies Prinzip von Sprachlegung steht dem bisherigen Verständnis einer
chronologisch linearen Anschauung der Sprachtradition unversöhnlich gegenüber!!
Wie
kann es eine Verständigung geben?
Die
Linearität gedachter Entwicklungen bisheriger Sprachvorstellungs- und
Sprachentstehungsmustern ist derart falsch, daß eine Verknüpfung und damit
eine Benutzung der „Lex Hare“ auf der Basis des bisherigen Forschungsstandes
ausgeschlossen ist!
Demnach
sind all jene bisherigen Modelle falsch, die das "{criss cross}
Prinzip" der Sprachwandlungen nicht als Bestandteil und Grundlage ihres
Vermögens einbezogen!
Das {cross} schließt jede Linearanschauung aus (das läßt sich nun sogar auf
Darwin übertragen!).
An
dieser Stelle wird die „Demenz“ als „Lernunfähigkeit“ zu dem, was oben
als „El-end“ Bezeichnung fand!
Das:
Elend
erfährt aber ebenso eine Wandlung, wie Jesus sie zum Christus werdend erfuhr!
Elend
XP „Le-end“
{[li: nd]} {ee} = {[i:]}
↳ « {Lind
- (e)} » {lime-tree}
Das alles ist gelinde gesagt das Elend,
das damit (Gott Lob) zum „Phönix“ führt!
accon
ebd.
...........................................
Ein Nachtrag zu
Herrn Prof. Dr. Jürgen Udolph und seiner Aussage:
"Detmolder waren im Recht"
"...
Gewässernamen
sind noch älter, teilweise 4000 Jahre“, erläutert Udolph. Paderborn heißt
übersetzt „Quelle der Pader“. Aber seit wann von der Pader die Rede ist,
liegt im Dunkel. „Flußnamen waren schon da, bevor das Germanische
entstand“, betont Udolph.“ (Westfalen-Blatt, von Dieter Kemper)
An
dieser Stelle irrt Herr Udolph. Die Alterseinschätzungen von Gewässernamen gehen
zunächst grundsätzlich nur von Annahmen aus, die nicht begründbar sind! Daß
Zuwanderer (hier die Germanen), von den Vorgängern des bezeichneten Lebensraumes
(vermutlich Kelten) in den
sie einströmen, besagte Gewässernamen übernahmen ist falsch!
Zunächst läßt sich diese von Udolph geäußerte Vermutung nicht beweisen, weil wir keinerlei
Quellenhinweise oder Angaben um sie besitzen, kennen oder …
Zusätzlich müssen wir
uns vor Augen führen, daß diese hier vorgetragene Meinung ein Dogma ist und
bisher einzig allgemeine Nachrede fand und an dieser Stelle findet! Deshalb sagt sich eine derartige Meinung leicht
und widerspruchslos heraus!
„Germanische
Quellen“
Im Kontext der
„Germanischen Quellen“ aber und ihren kriegerischen Hintergründen der
germ.-röm.Zeit, also ca. 13 v. bis ca.100 n. Chr. erkennen wir, daß auch in den
Fluß- und Bachlaufnamen, speziell {Westphalians}, massiv jene Sprach-Analogien
zu finden sind, wie wir sie bei den Orts-, aber auch den Bergnamen* finden!
* (Auch diese
Namen stammen nicht aus vorbiblischer Zeit!)
Das
„Pader-born“ die Quelle der Pader bedeutet ist eine prägnante Feststellung!
Woher aber der Name stammt und was er bedeutet erläutert mit sächsischen
Worten {-} die „Lex-Hare“, die bisher inhaltlich unbegriffen war! (siehe
unter: www.Lex-Hare.de)
Wie
fast sämtliche Fließgewässernamen spiegelt die „Pader“ die defensive
Widerstandssituation gegen die immer aufs Neue eindringenden römischen Heere in
{Westphalian}!
Der z.B. „Bar-bach“,
der „Axt-bach“, die „Bever“, die „Werse“, die „Lippe“, der „Lei-bach“,
die „Ems“, die "Weser" usw. spiegeln besagte Widerstandssituation vornehmlich in den
Furtbereichen! Sie stehen dabei in Verbindung mit weiteren Flurbezeichnungen
solcher Örtlichkeiten,
wie sie bereits in der Literatur von dieser Seite mehrfach Vorstellung fanden!
Der „Germanische
Limes“ (von den Germanen errichtet ca. 13. n. Chr. beginnend, also noch
weit vor den Römern!) erfährt über die Gewässerzonen vorgelagerte
Widerstandslinien (mindestens 4!) der germanischen (später sächsisch genannten) Völkerschaften.
Als {pad} = Knie- oder Schienbeinschoner war die „Pader“ vom Grundsatz her
verstanden worden und hatte deshalb ihren Namen erhalten.
Und auch das "er" ist kein unbedeutendes Anhängsel!
Damit wird die
Aussage: daß das
„Germanische“ als Sprache keinerlei Rolle an dieser Stelle unserer Ortenamen
spielte ebenso falsch, wie die Interpretationsversuche um die Ortsnamen {Wesphalians}
in diesem Artikel! Die daraus nun erwachsenden Schlußfolgerungen, die im besagten Zeitungsartikel
zusätzlich zu finden sind:
„Westfalen prägte England sprachlich“
ist als Aussage
verkehrt!
Sie
müßte lauten:
„Die
Engländer erklären den Deutschen ihre Sprache!“
Grundsätzlich gesehen stellen die von Herrn Udolph gemachten Folgerungen
(wie unten zu lesen) eine korrekte Darstellung bisher bereits vorliegender
Untersuchungsergebnisse dar! Dafür unseren herzlichen Dank!
Die Forschung der Universität Münster
(Jürgen Udolph) bestätigen die Ergebnisse auf diesen Seiten und ihre Veröffentlichungen
Aus der Neuen Westfälischen Zeitung
BI April 2006:
„Detmolder waren im Recht
Jürgen Udolph: Westfalen prägten England sprachlich
Von Dietmar Kemper
Münster (WB). Detmold heißt übersetzt
Volksgericht. >Dort war eine Gerichtsstätte der Germanen<, erzählt Jürgen
Udolph. Der Professor für Namenskunde spürt an der Universität Münster die
Herkunft westfälischer Ortsnamen auf.
Die ersten beiden Bände über die Kreise Lippe und Soest sollen 2007
erscheinen. >Wir müssen in die Sprache eintauchen, die zur Zeit der Gründung
des Ortes prägend war<, sagte Udolph dieser Zeitung. (1)Westfalen sei Bestandteil des niederdeutschen Sprachgebietes und von
den Sachsen geprägt worden. Udolph schaut die Urkunden nach, wann ein Ort
erstmals erwähnt wurde und welche >Geburtsgeschichte< erzählt wird. (2)Ortsnamen
nennt der Wissenschaftler >Fossilien der Sprache<.
(3)Alte germanische Bezeichnungen fänden
sich öfter in Westfalen und Niedersachsen als in Skandinavien. (4)Deshalb
habe sich die germanische Sprache vermutlich nicht in Nordeuropa, wie von der
Wissenschaft bislang behauptet , herausgebildet, sondern in Westfalen. (5)Angesichts vieler Übereinstimmungen< zwischen Englisch und
Germanisch glaubt Udolph, daß >die Besiedler Englands aus Westfalen und
Niedersachsen< kamen, als nach dem Ende der römischen Besatzung ein
Machtvakuum auf der Insel entstanden war. Etwa 15 000 bis 20 000 westfälische Ortsnamen
will Udolph mit seinem Team auf den Grund gehen. (6)Dabei
blickt er bis zu 2000 Jahre zurück. >Gewässernamen sind noch älter,
teilweise 4000 Jahre<, erläutert Udolph. Paderborn heißt heißt übersetzt
>Quelle der Pader<. Aber seit wann von der Pader die Rede ist, liegt im
Dunkel. >Flussnamen waren schon da, bevor das Germanische entstand<,
betont Udolph.
…
Namenskunde interessiert auch Historiker. (7)Hält
sich eine Bezeichnung lange Zeit, >spricht dies für Siedlungskontinuität<,
sagt Udolph.“
Jürgen Udolph (Professor an der Universität Münster) bestätigt in 7 Punkten
die von meiner Seite gemachten Aussagen über die germanischen Verhältnisse und
Ortsnamen.
In
sieben Punkten können diese zunächst gegliedert werden:
1.)
„Westfalen sei … von den
Sachsen geprägt worden.“
2.)
„Ortsnamen nennt der
Wissenschaftler >Fossilien der Sprache<.“
3.)
„Alte germanische Bezeichnungen fänden
sich öfter in Westfalen und Niedersachsen als in Skandinavien.“
4.)
„Deshalb haben sich die
germanischen Sprachen vermutlich nicht in Nordeuropa, wie von der Wissenschaft
bislang behauptet herausgebildet, sondern in Westfalen.“
5.)
„Angesichts >vieler Übereinstimmungen<
zwischen Englisch und Germanisch glaubt Udolph daß >die Besiedler Englands
aus Westfalen und Niedersachsen< kamen, …“
6.)
„Dabei blickt er bis zu 2000
Jahre zurück.“
7.)
„Hält sich eine Bezeichnung
lange Zeit >spricht dies für Siedlungskontinuität< sagt Udolph.“
In den obigen 7 Aussagen, zu den Ortsnamen (Germanische Quellen), umreißt
Udolph in wesentlichen Punkten die Ausgangssituation der hier im „ite“
vorliegenden Untersuchungen. In einer Reihe von Aussagen finden sich dazu
spezifische und erweiternde Grundlagen von unserer Seite, wie folgt zu lesen!
Unter dem Titel: „2000 Jahre Varusschlacht“ Germanische Quellen verändern
ein Geschichtsbild,
wurde bereits 2001 in der 1. Aufl. die „germanische Quellensituation“, auf
die Bedingungen der Varusschlacht angewandt und dargelegt.
In der 2. Aufl. des Bd. I, 2002 und im Bd. II 2002 „Germanische Quellen über:
Roms Grenzen im Norden“,
wurde all dies noch konkreter gefaßt und die römische „Loh-gistik“ (siehe
hier im „ite“) dargestellt.
zu
5.)
„Angesichts >vieler Übereinstimmungen<
zwischen Englisch und Germanisch glaubt Udolph daß >die Besiedler Englands
aus Westfalen und Niedersachsen< kamen, …“
Im Bd. II b. 2003: „Der
Germanische Limes“
heißt es dazu:
„Auf
die neuen Sprachuntersuchungen gestützt, erzielen „Die Germanischen
Quellen“ eine eigene Qualität: Sie selbst bildeten zunächst die Basis, von
der aus die sprachanalytischen Untersuchungen möglich wurden, die nun in Rückwirkung
wiederum die Quellenanalyse verstärken.
So vermochten sie u a. die Eigenart unserer, wie die der englischen
Sprachentstehung
und daraus folgend auch den „Germanischen Limes“ sprachlich abzuleiten
und dies Verteidigungswerk erneut sichtbar zu machen. …
(* „Die germanischen Quellen“ sind
Ortenennungen, die hervorragende Ereignisse von vor 2000 Jahren bezeichnen, die
heute zu Orts-, Gebiets-, Berg-, Flur-, u a. Lokalnamen geworden sind.)“
(Seite
5)
Zu 3.) :
„Alte germanische Bezeichnungen fänden
sich öfter in Westfalen und Niedersachsen als in Skandinavien.“
Dazu auf der Karte 3: Dänemark, Bd. II 2002:
„Die dänischen „Inselgermanen“ scheinen, was die Namensabweichungen
zeigen, ursprünglich eine andere Stammeszugehörigkeit vorgestellt zu haben als
ihre westlichen Festlandsnachbarn.“
Und: „Der Galgen-, Hessel-, der Oksenberg, sowie die Porthö finden mehrfache
beispielhafte Analogien innerhalb des genannten Untersuchungsraumes.“ (ebenda)
Weiter: „Die relativ entvölkerten Räume (durch die Auswanderung nach
England) verloren jedoch im Vergleich zu anderen Bereichen (NL, Westphalen,
Niedersachsen) einen großen Teil der zuvor gesetzten Namen.“ (ebenda)
Letzt auch zu 7: „Hält sich eine Bezeichnung
lange Zeit >spricht dies für Siedlungskontinuität< sagt Udolph.“:
„Belgien, die Niederlande und Nordwestdeutschland
hingegen zeigen durch ihre ungeheure Begriffsdichte, daß hier eine Konstante
Siedlungssituation bis in die heutige Zeit vorlag.“
„Der dänische Untersuchungsraum verfügt neben den genannten Namen noch über
weitere Altnamen.“
(ebenda)
zu 5.): „Angesichts >vieler Übereinstimmungen<
zwischen Englisch und Germanisch glaubt Udolph daß >die Besiedler Englands
aus Westfalen und Niedersachsen< kamen, …“:
Ein Teil der Besiedler Englands stammt sicherlich aus „Westphalian und
Niedersachsen“. Doch muß ihr Kreis als viel größer und weiter angesehen
werden. In diesem Sinne kann nicht von einer sprachlichen Prägung Englands von
Westphalian ausgegangen werden. Die beiden Sprachgruppen hatte ihre {-} sächsische
Grundprägung hier wie dort.
Die erwähnten „Übereinstimmungen“ (5.)) der Namengebungen sind in diesem
Zusammenhang weniger interessant (wenn auch wichtig), als ihre erkennbaren
Abweichungen. Mittels der Letzteren wird wesentlich mehr über die
Sprachentwicklungswege der nach der Wanderung in Trennung gekommenen Völker
ausgesagt als außerhalb dieser Forschungen vielleicht vermutet werden kann.
Die Sprachabweichungen verdeutlichen, warum es heute eine {-} und eine «-»
Sprachgruppe gibt.
Die germanische «{-}» Altgemeinschaft kann in den wesentlichen Bereichen
mittels der „Germanischen Quellen“ und der {-} Sprache bedeutet und
rekonstruiert werden.
Zu 2.)
„Ortsnamen nennt der
Wissenschaftler >Fossilien der Sprache<.“:
Die Sprachen selbst sind in diesem genannten Sinne bereits „fossil“! Sie
stellen durchgängige „Ablagerungen“ der Zeit von ca. 1500 v. Chr. bis heute
dar.
Die klaren Zeitparameter dieser „Quellengrundlagen“, die über die Schweiz
bis Südfrankreich und weiter reichen können in einem Satz kaum umgriffen
werden. Diese Zeitzonen sind in ihren Möglichkeiten kaum hoch genug einzuschätzen.
(Siehe dazu: „Lex Hare“)
Zu 6.):
„Dabei blickt er bis zu 2000
Jahre zurück.“:
„Die Überlieferungen sind zum Teil beschreibend und schildernd. Sie geben
regionale Details und Zusammenhänge eines 2000 Jahre vergangenen Zeitraumes
preis (S. 9 Bd. II).“
Zusätzliche Hinweise:
Aus dem Messekatalog der Leipziger Buchmesse März 2002:
„Germanische Quellen“ (excl. Neuvorstellung)
Messekatalog der Frankfurter Buchmesse Okt. 2002:
„2000 Jahre germanische Quellen, von Augustus bis Tiberius, Roms Grenzen im
Norden, Expansion, Logistik und Eroberungspläne der Römer und die germanische
Antwort.“
VHS – Ahlen, Jan. Febr. 2005
Historisches Jahr 1200
Am 18.01.2005 Herbert Kramer:
„Das Volk der Wetsphalen“
„Die Eroberung und Besatzung … 13 v. bis 9 n. Chr.“
Am 22.02.2005 Herbert Kramer:
„Die Geburt der Westphalen und ihre Ortsnamen im Widerstand gegen Rom in der
Zeit 9 bis 16 n. Chr.“
„Tönnishäuschen“, die „Haul“ und viele andere Ortsnamen … bekommen
ihre Erläuterung.
Dabei wartet Kramer immer wieder mit überraschenden Sprachableitungen auf,
…“
Leipziger Buchmesse März 2006:
Vortrag: „Der Hase im Zeichen des Kreuzes.“ (Metaphoriken der germanischen
Sprache)
„Die germanischen Metaphoriken“ – von der Natur zur Kultur,
die Völker des Nordens im Zeichen des Hasen.“
Die
„LEX HARE“ & der „Hardit“
Weiterführende Themen finden Sie auch unter unserer Homepage: