"2000 Jahre Varusschlacht"         

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Institut für Germanische Geschichte und Sprachforschung

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Zu dieser Arbeit:
Der Verlust des „Heiligen Kreuzes“:

Zum Abschluß dieser Arbeit erscheint es so, als ginge es ausschließlich um die Folgen der Inquisition, die bis heute andauern.

Die Geisteswissenschaften des Abendlandes und ihre heutigen Vertreter (ohne daß diese eine Ahnung davon haben) stellen in der von ihnen fortgeführten Irrationalität des inquisitorischen Geistes und der daraus abgeleiteten Omnipotenz und Unfehlbarkeit, das evolutionäre Endglied einer geistigen Kette, die sich auf „die Scheibe, die Eindimensionalität des Geistes“ gründet.
Dabei bedienten sie sich mittels ihres {late  in} ihrer eigenen, der Sprech- und Sprachwelt entzogenen Begriffe, denen ihre Ursprünge beraubt wurden und die sie neu erfanden, um sie darauf mit Feuer und Schwert der Welt aufzuzwingen. 

Die Wissenschaften der Natur hatten immer wieder spektakuläre Abgrenzungen und Emanzipationskämpfe mit den Vertretern und Nachkommen der Inquisition und ihrem Weltbild zu bestreiten.
Daß die Naturwissenschaften aber nur die eine Seite jener Münze des abendländischen Geistes darstellten hatte bisher keine Wahrnehmung gefunden; wobei die Tragweite dieses Mangels, als die Unmöglichkeit einer Emanzipation von dieser „Inquisitorischen Moderne“ anzusehen ist. Und das gilt auch für die Nomenklatur der Aufklärung. 

In dieser Broschüre geht es um das zweite Gesicht des Janus, das der „Modernen Geisteswissenschaften“. 

Seit weit mehr als 500 Jahren stellen diese Geisteswissenschaften, des alten weströmischen Gebietes, die Scheibe ihres Geistes in den Mittelpunkt einer Welt, die auf Blut und Dogmen gegründet ist.
Dabei erklärten sie ihre Sprache, mit ihren, von ihnen erfundenen neuen Wertemaßstäben, zum Nabel der Welt.
Daß ihnen das Prinzip der Wandlung, Jesus Christus selbst, abhanden kam, nahmen sie offenbar nicht nur billigend in Kauf, sondern scheinen mit Vorsatz diese Auslöschung zu ihrem Ziel gemacht zu haben.
Die Folgen dieses Tun schlugen sich nicht nur in den ungezählten Scheiterhaufen von Bücher- und Menschenverbrennungen nieder, die Europa in ein diffuses Licht tauchten, sondern führten in eine Entseelung ihrer eigenen Vorstellungs- und Begriffswelt.

Mit ihrem Weltbild, dem der gescheiteten, bzw. gescheiterten Erleuchtung“, überzog ein „imperialer Kolonialismus des Geistes“ die Länder dieser Welt und pflanzte seine irren Regeln in die Geistesböden auch der ihnen fernsten und unverstandensten Kulturen.

Eine die eigene Kultur und ihre Gründe zerstörende Haltung wird durch diese Arbeit deutlich, so daß die Geisteswissenschaften ihre Schwesternschaft neben der des Naturwissens neu zu finden vermögen.
Gott mit seinem von unseren vorinquisitorischen Ahnen formulierter Anspruch wird damit erneut auf dem Thron der Wandlung gesetzt und darstellbar. Damit erfährt der Glaube wieder jene Position, die er vor der Inquisition des Terrors inne hatte.

Herbert Kramer

ISBN  3-929653-68-0


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